Das Salz aus der Erde

Die Brand Wall im Mercure Hotel Salzburg City

„Ohne Salz ist das Leben nicht süß“, sagt man in Russland. Denn so alltäglich es uns durch unser Leben begleitet – Salz ist mehr als nur das kleine Würzwunder, das seinen Weg in die Töpfe aller Herren Länder gefunden hat. Im Mercure Hotel Salzburg City zieht sich das Thema Salz nicht nur durch die Töpfe des Restaurants, sondern durch die gesamte Lobby. Denn die Stadt, in der es steht, wurde praktisch auf Salz erbaut. Das „Weiße Gold“ machte Salzburgs Erzbischöfe einst zu reichen Männern – so konnten sie den Bau der Festung Hohensalzburg ermöglichen, das wichtigste Wahrzeichen der Stadt. Die Silhouette der Burg ist es auch, die die Brand Wall des Mercure Hotels Salzburg City ziert.

Geschmackvolle Antiquitäten

Wer in den Restaurantbereich des Mercure Hotels Salzburg City gelangen möchte, kommt am „Grubenhunt“ nicht vorbei. Das ist kein Pudel, kein Dackel und auch kein Windhund, sondern ein Förderwagen, der im Mittelalter zum Transport des kostbaren Guts beim Salzabbau diente. Auch andere traditionelle Werkzeuge und natürliche Salzerzeugnisse aus Hallein in Salzburg – einem der ältesten Salzbergwerke der Welt – befinden sich hier. Besagtes Bergwerk ist ja auch nur einen Katzensprung entfernt; es war früher einer der größten Pfeiler für Industrie und Reichtum in Salzburg. Dem Salz – in der Fachsprache auch Natriumchlorid genannt – hat nämlich nicht nur die Stadt an der Salzach einiges zu verdanken …

Plädoyer für die Prise Salz

Salz ist ungesund, heißt es oft. Es wird verteufelt und als Krankmacher abgestempelt. Zu Unrecht – denn Salz ist lebensnotwendig. Das darin enthaltene Natrium regelt den Wasserhaushalt im Körper und ist wichtig für den Stoffwechsel. Chlorid ist essenziell für die Verarbeitung von Nährstoffen in Energie. Doch Vorsicht: Man sollte deshalb nicht gleich noch mal nachsalzen. Im Durchschnitt nehmen wir meist mehr Salz als die täglich empfohlene Dosis – sie beträgt einen Teelöffel – zu uns. Die kleinen Power-Kristalle können aber weit mehr, als bloß Geschmack in die Suppe zu bringen:

Richtige Alleskörner: Nur ca. sechs Prozent des hergestellten Salzes werden auch verspeist. Der Rest wird in den verschiedensten Industriezweigen verwendet oder als Streusalz im Winter genutzt.

Weißes Gold: Im Mittelalter war Salz so selten und wertvoll, dass man es vielerorts als Währung benutzte. In Äthiopien galt es sogar noch bis ins 20. Jahrhundert als anerkanntes Zahlungsmittel. Dass römische Soldaten auch in Salz bezahlt wurden, ist allerdings nur ein Gerücht – sie erhielten ihren Sold in Geldform.

Die Menge macht’s: Salz ist lebenswichtig. Zu viel davon ist jedoch schädlich – viel zu viel gar tödlich. Im alten China wurde es sogar als Mittel zum rituellen Selbstmord verwendet. Allerdings nur vom hohen Adel – weil es so teuer war.

Konserven ade: Salz macht haltbar – deshalb wurden und werden viele Lebensmittel damit „gepökelt“. Gepökeltes Fleisch beispielsweise ist über einen Monat lang haltbar.

Kostspielige Blümchen: Fleur de Sel – das teuerste Salz – wird heute in Frankreich noch abgebaut wie zur Zeit der Kelten. Es schon beim Kochen zu verwenden ist ein Frevel: Man würzt damit die Speisen erst kurz vor dem Servieren.

Gesalzene Abreibung: Ein Salzpeeling mit groben Körnern macht die Haut rein, geschmeidig und weich. Am besten mit Olivenöl anmischen!