„Moabit ist Beste“

Mit diesem Motto schmückt Rapper Frank Wolf liebevoll seine Heimat, den charmanten Berliner Stadtteil Moabit. Hier liegt auch das Mercure Hotel MOA Berlin, direkt auf der „Insel Berlins“, von Spree- und Kanalwasser umschlossen. Das authentische Viertel ist bekannt für seine Bodenständigkeit. Dennoch kommen hier nicht nur lokale Speisen wie Klopse, Kassler und Kohlrouladen auf den Tisch: Die Kulinarik der Multikulti-Stadt wird durch den frischen Wind internationaler Küchen aufgewirbelt.

Berlin brodelt

Die Hauptstadt ist eine Wandlungskünstlerin und hat viele Gesichter – Freigeister und Familien finden hier gleichermaßen ein Zuhause. Aber besonders alles Kreative und Experimentelle, so scheint es, findet auf dem Asphalt der Stadt den perfekten Nährboden. In Berlin werden Trends geboren – auch hinter dem Herd. Der kreative Nebel, der die Hauptstadt umgibt, durchdringt auch die Küche von Tomasz Severin, Küchenchef des Restaurants im Mercure Hotel MOA Berlin.

Mit Stil am Stiel

Küchenchef Tomasz Severin hat sich vom Moabiter Insel-Feeling zu einem innovativen Vorspeisen-Hingucker anregen lassen. Sein „Lollypop von der Poularde“ ist von asiatischen Sushi-Rolls inspiriert. Zartes Geflügel wird hier mit maritimen Algenblättern aufgerollt, gegart und in kleinen Scheiben auf Stäbchen dekoriert. Das Ergebnis: ein pikanter Gaumen- und süßer Augenschmaus, der eine hervorragende Vorspeise abgibt und auf jedem Buffet zum Blickfang wird.

Zutaten für 2–3 Personen:
1 frische Poularde oder Maispoularde
2 Noriblätter (Algenblatt für Sushi)
50 ml Schlagsahne (30 % Fett)
1 cl Cognac oder Weinbrand
1 Möhre
1 Stange Porree oder Frühlingslauch
20 g Rote-Beete-Pulver (alternativ getrocknete Blüten oder frische Kräuter)
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

1. Poularde waschen und trocken tupfen.

2. Brüste und Schenkel auslösen. Brüste säubern und Filets abtrennen.

3. Aus den Filets eine Farce herstellen. Mit Sahne, Cognac, Salz und Pfeffer würzen.

4. Die Brüste mit einem Butterfly-Schnitt halbieren und leicht plattieren.

5. Das Fleisch beidseitig würzen, mit Farce bestreichen, je ein Noriblatt daraufgeben und erneut mit Farce bestreichen.

6. Blanchierte Möhren und Porree längs darauflegen.

7. Die Brüste zusammenrollen und mit Klarsichtfolie fixieren.

8. Nochmals mit Alufolie umwickeln.

9. Bei ca. 80 °C im Wasserbad 20–30 Minuten garen.

10. Abkühlen lassen und Klarsicht- und Alufolie entfernen.

11. Rote-Beete-Pulver auf ein Tablett oder einen Teller streuen.

12. Die Rollen im Rote-Beete-Pulver wälzen.

13. Mithilfe von Zahnstochern oder Spießen portionieren.

14. Mit einem scharfen Messer in gleichmäßige Scheiben schneiden.

15. Anrichten und servieren.

Wer seinem Sommer noch ein bisschen Extravaganz verleihen möchte, findet hier das Originalrezept von Tomasz Severin aus dem Mercure Hotel MOA Berlin. Viel Freude beim Nachkochen!