Bausteine der Erinnerung

Die Brand Wall im Mercure Hotel Frankfurt Eschborn Helfmann Park

Wer das Mercure Hotel im Gewerbegebiet Eschborn-Ost betritt, steht erst einmal vor einer Wand aus Ziegelsteinen. Die sogenannte Brand Wall, die in jedem Mercure individuell gestaltet ist, erinnert hier an die Vergangenheit des Standorts: Wo heute Gäste ankommen, wurden vor vielen Jahren Ziegelsteine gebrannt. Denn wo sich heute das Hotel und der Helfmann-Park befinden, war früher eine Ziegelei mit Ringofen und diversen Fabrikgebäuden.

Die Vergangenheit ist in vielen Ecken dieses Mercure Hotels spürbar. Das Restaurant beispielsweise ist mit zahlreichen Andenken dekoriert: An den Wänden hängen lokale Pflanzen von früher, gerahmter Lehm sowie Schwarz-Weiß-Fotografien von der Ziegelei. Außerdem finden sich hier alte Werkzeuge, Ziegel und als Highlight ein Miniatur-Modell von der Fabrik.

Eine kleine Anekdote

Wenn Gäste die Erinnerungsstücke bewundern, erzählt der Barkeeper ihnen gern eine kleine Geschichte: Einmal bediente er einen alten Mann, der beim Anblick eines Fotos zu Tränen gerührt war. Es stellte sich heraus, dass er sich selbst auf dem Foto erkannt hatte – als er vor vielen Jahren in der Ziegelei gearbeitet hatte.

Die alte Ziegelei

Vor über 100 Jahren errichteten die Gebrüder Philipp und Balthasar Helfmann hier – inmitten eines ergiebigen Lehmabbaugebietes – ihre Ziegelei. Eschborn hatte damals nur rund 1000 Einwohner, und 45 von ihnen sollen in der Ziegelei gearbeitet haben. Die Produktion wurde in den Siebzigerjahren zwar eingestellt, doch aus der Fabrik ging der weltbekannte Hochtief Baukonzern hervor, der das Gelände zu einem Büropark umbaute. Noch heute ist der Helfmann-Park das größte reine Gewerbegebiet, das Hochtief jemals in Deutschland entwickelt hat.